Zurück nach Hause: "Johnny" Schatz kehrt zur HSG Eider Harde zurück | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Berichte: Björn Carstens

Zurück nach Hause: "Johnny" Schatz kehrt zur HSG Eider Harde zurück

Jonah „Johnny“ Schatz kehrt zurück zu seinen Wurzeln. Nach zwei Jahren beim Regionalligisten THW Kiel 2 in der U23 schließt sich der 22-jährige Kreisläufer wieder der HSG Eider Harde an – dem Verein, in dem er als Jugendlicher groß wurde und in der A-Jugend den Sprung in die Bundesliga schaffte.

Nach dem Wechsel in den Männerbereich spielte Schatz zunächst noch ein Jahr bei der HSG, pendelte zwischen 1. und 2. Mannschaft. In einem offenen Gespräch mit Trainer Matthias „Matze“ Hinrichsen entschieden beide damals, dass mehr Spielzeit in einer leistungsorientierten Liga für seine Entwicklung entscheidend sei. So führte sein Weg zum THW unter Trainer Torge Greve. Nun, nach dem bevorstehenden Wechsel von Kreisläufer Thore Heinemann zum Zweitligisten VfL Lübeck-Schwartau und einigen erfolgreichen Probetrainings, stand für beide Seiten fest: „Johnny“ Schatz kehrt zurück.

„In Kiel habe ich viel gelernt und den nächsten Schritt gemacht“, sagt Schatz. „Nach einer Kreuzbandverletzung in dieser Saison freue ich mich, wieder gesund auf der Platte zu stehen. Ich kenne die Truppe in Hohn gut, mit Max Dau und Finn-Luca Bies habe ich früher in der A-Jugend zusammengespielt, der Rest ist ebenfalls vertraut. Eigentlich war der Kontakt immer da, insbesondere mit Matze. Jetzt hat sich die Chance ergeben – ich freue mich auf die neue Aufgabe, sowohl im Angriff als auch in der Abwehr.“

Hinrichsen ergänzt: „Johnny hat sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt, ist reifer und ruhiger geworden. Aber da geht noch mehr, bin ich mir sicher. Ich freue mich sehr, einen so ehrgeizigen und ambitionierten Spieler auf seinem weiteren Weg zu formen. Johnny bringt eine Qualität mit, die unsere Mannschaft spüren wird.“

Willkommen zurück, Johnny!

Die HSG-Familie freut sich auf deinen Einsatz – auf der Platte und als Teil der Gemeinschaft. Mit dir kehrt ein Spieler zurück, der Herz und Leidenschaft für den Verein mitbringt.

Abgänge bei der HSG Eider Harde:

Jari Glumm wagt im Sommer 2026 den nächsten Schritt

Der Sommer 2026 wirft seine Schatten voraus: Jari Glumm wird die HSG Eider Harde nach vier intensiven und erfolgreichen Jahren verlassen und sich Liga-Kontrahent TSV Altenholz anschließen.

2022 stieß Jari als 18-jähriger A-Jugend-Spieler von der Bramstedter TS zur HSG. Schon damals war klar: Da kommt nicht nur ein Talent, da kommt jemand, der bereit ist für den Männerbereich. Mit der HSG schaffte der Rückraum-Linke in seiner ersten Saison den direkten Wiederaufstieg aus der Oberliga in die 3. Liga. Glumm hatte daran mit 109 Toren einen großen Anteil. In der 3. Liga wurde der sprunggewaltige Shooter zur Stammkraft im Eider-Rückraum – ein Kreuzbandriss bremste Jari zwar kurzzeitig aus, doch nach seiner Genesung fand er schnell zu alter Form und sorgte mit seiner Durchschlagskraft mit dafür, dass die HSG zweimal einen einstelligen Tabellenplatz in Liga 3 erreichen konnte.

Seine jetzige Entscheidung für den Wechsel ist vor allem rational begründet. Jari studiert inzwischen Wirtschaftsinformatik in Kiel und wohnt auch dort. Die kurzen Wege nach Altenholz, die sportliche Perspektive – inklusive gelegentlicher gemeinsamer Einheiten mit dem großen THW Kiel – passen zu seinem nächsten Entwicklungsschritt. Jaris Entscheidung ist keine gegen die HSG. Im Gegenteil.

Jari über seinen Abschied: „Die Entscheidung ist mir alles andere als leicht gefallen. Wir sind hier als Mannschaft extrem zusammengewachsen, haben unglaublich viel gemeinsam erlebt – Aufstieg, Emotionen, große Siege und harte Niederlagen. Ich durfte mich hier sportlich und persönlich weiterentwickeln. Dafür bin ich sehr dankbar. Bis zum letzten Spieltag will ich mit den Jungs noch so viele Punkte wie möglich holen und jeden Moment im HSG-Trikot genießen.“

Besonders prägend war für Jari die Zusammenarbeit mit Trainer Matthias Hinrichsen: „Ich kam als junger Spieler mit Potenzial, aber auch einigen Baustellen. Matze hat mich Schritt für Schritt an den Erwachsenenhandball herangeführt – mit klaren Ansagen, viel Detailarbeit und einem Gespür für junge Spieler. Er investiert Zeit, erklärt, wiederholt, fordert – und glaubt an dich. Dafür bin ich ihm unfassbar dankbar.“

Und was sagt Matze? „Bei allem Verständnis für Jaris Entscheidung, ich bin ein Stück weit traurig, denn wegen solchen Jungs wie Jari macht mir das Training unheimlich Spaß. Seine Entwicklung in den letzten vier Jahren ist kein Zufall, sondern das Ergebnis harter Arbeit. Seine Lernbereitschaft hat ihn von Anfang an ausgezeichnet, genauso wie Feedback anzunehmen und konsequent an sich zu arbeiten. Genau dafür steht die HSG: jungen Spielern eine Plattform geben, sie intensiv begleiten und ihnen den nächsten Schritt ermöglichen.“

Jari, wir sagen jetzt schon: Danke für vier starke Jahre im HSG-Trikot. Aber noch ist die Reise nicht vorbei. Lasst uns gemeinsam noch einmal alles rausholen!

Sören Hartwich startet in die 2. Liga

Von Tetenhusen über Hohn in die 2. Liga – nach Thore Heinemann tritt im Sommer nun auch Sören Hartwich diesen Weg an. Der 24-jährige Linkshänder des Handball-Drittligisten HSG Eider Harde wechselt 2026 zum Zweitligisten VfL Lübeck-Schwartau und wagt den nächsten großen Schritt in seiner sportlichen Karriere.

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge verabschiedet die HSG einen Spieler, der die 1. Männer sechs Jahre lang geprägt hat – fünf davon in der 3. Liga. Weinend, weil ein absoluter Leistungsträger und Torgarant geht, der für mehr als 400 Tore verantwortlich zeichnet und möglicherweise genauso viele Torvorlagen. Lachend, weil einmal mehr deutlich wird: Die HSG Eider Harde ist ein echtes Sprungbrett für den Profihandball.

Matthias Hinrichsen, Trainer der HSG: „Sören hat sich diesen Schritt selbst erarbeitet – mit unheimlich viel Fleiß, Leidenschaft und der nötigen Portion Wissensdurst. Gleichzeitig zeigt die HSG, dass ein Dorfverein junge Talente optimal fördern kann. Wir bieten ambitionierten Spielern eine Mischung aus professionellem Training, Spielpraxis in der 3. Liga und der Chance, Verantwortung zu übernehmen. Wer hier trainiert, lernt nicht nur Handball, sondern auch Teamgeist, mentale Stärke und die Fähigkeiten, die es braucht, um den Sprung in den Profihandball zu schaffen. Als Sören mit 18 Jahren von der SG Flensburg-Handewitt A-Jugend als Deutscher Meister zu uns kam, war er bereits gut ausgebildet. Aber der Schritt in den Männer-Handball und direkt in die 3. Liga war eine echte Herausforderung. Heute verlässt er uns als gestandener Männerspieler – bereit für die 2. Liga.“

Sören Hartwich über seinen Wechsel: „Wenn nicht jetzt, wann dann? Ich möchte in der 2. Liga ausprobieren, wie weit ich sportlich gehen kann. Ich bin der HSG und besonders Matze Hinrichsen unglaublich dankbar – hier konnte ich mich über sechs Jahre hinweg nicht nur sportlich, sondern auch menschlich weiterentwickeln. Ich habe Spielpraxis gesammelt, wichtige Erfahrungen gemacht und bin zu einem richtigen Männerspieler gereift. Unser Verhältnis ist besonders – wir sprechen sogar während der Auszeiten plattdeutsch miteinander. Wo gibt es sowas noch? Der Abschied fällt mir unglaublich schwer, hier habe ich mit meinen besten Freunden semiprofessionell Handball gespielt – das gibt es wirklich nicht oft.“

Fun Fact: Schon als Kinder trainierten Sören Hartwich und Thore Heinemann gemeinsam in Tetenhusen in einer kleinen „Ballgewöhnungsgruppe“. Wer hätte gedacht, dass aus den Jungs von damals echte Handball-Profis werden würden? Hinrichsen: „Beide haben sich das in den letzten Jahren bei der HSG Eider Harde hart erarbeitet.“

Danke, Sören! Für sechs Jahre voller Einsatz, Leidenschaft und unvergesslicher Momente. Für uns warst du nicht nur ein Leistungsträger auf dem Feld, sondern auch ein Vorbild neben dem Feld. Wir sind stolz auf dich – und wir wissen: In Lübeck wirst du Großes leisten.