Nicht voll da, HSG lässt Punkte liegen | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Björn Carstens

Nicht voll da, HSG lässt Punkte liegen

Einen Dämpfer kassierten die Handball-Männer der HSG Eider Harde am vergangenen Sonntag in Hamburg. Der HCH II, Tabellennachbar in der 3. Liga, fügte der Mannschaft von Trainer Matthias Hinrichsen eine empfindliche 28:35 (15:18)-Niederlage zu. Das ungeschönte Fazit aus Eider-Perspektive: Da war mehr drin.

Entsprechend bedient zeigte sich der Coach am Montag: „Sicherlich muss ich mich hinterfragen, warum ich es nicht hinbekommen habe, der Mannschaft diese unterbewusste Zufriedenheit nach dem überraschenden Sieg gegen Magdeburg auszutreiben. Ich möchte aber auch, dass sich die Mannschaft selbst hinterfragt“, sagte Hinrichsen selbstkritisch.

Der HCH ist ein Team – zumal an diesem Tag ersatzgeschwächt – mit dem die HSG in dieser Saison auf Augenhöhe agieren sollte. Davon war am Sonntag in kaum einer Phase im Spiel etwas zu sehen. Lag es am nachmittäglichen Anwurf zur Kaffeezeit, dass kaum Konzentration vorhanden war? Oder tatsächlich an einem möglichen Schlendrian, der sich unterbewusst eingeschlichen hatte? Hinrichsen wusste keine richtige Erklärung: „Wir waren definitiv nicht voll da, man hat es vor allem an den vielen fehlerhaften Aktionen im Angriff gemerkt. Der letzte Pass, die letzte Konsequenz, wir haben zu viele Flüchtigkeitsfehler produziert.“ Punktum: 22 Fahrkarten und elf technische Fehler sind zu viel, um in Hamburg gewinnen zu können.

Ein Mann fehlte der HSG besonders. Abwehrkante Max Dau musste sich kurzfristig mit einer Erkältung abmelden. Als Entschuldigung für die Niederlage wollte Hinrichsen Daus Ausfall aber nicht geltend machen. „Wir müssen das Ding auch so ziehen.“

Mitentscheidend für den Spielausgang war die Phase ungefähr zwischen der 35. und 45. Minute, als Keeper Jorge Schmidt einige Minuten lang seinen Kasten dichtnagelte, vorne aber zu viele Unzulänglichkeiten dafür sorgten, dass die HSG nie näher als auf zwei Tore in der zweiten Halbzeit verkürzen konnte.

Hinrichsen: „Ich hatte es schon in der Woche gespürt, dass nach dem Sieg gegen Magdeburg die Konzentration etwas abhandengekommen ist. Das darf uns nicht noch einmal passieren.“

Neues Spiel, neues Glück: Am Sonnabend gastiert der Stralsunder HV in Hohn.

Schmidt, Haack; T. Heckel (1), Schneider (5), Ohm-Abelmann (9/4), Frahm, Bies (5), Hamann (3), Rohwer (1), P. Dau, Bielfeldt (1), Jonas (1), Schatz (1), Möller, Kock (1)