Klassischer Freitag-der-13-Moment für die HSG Eider Harde | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Björn Carstens

Klassischer Freitag-der-13-Moment für die HSG Eider Harde

Mit dem Hintern eingerissen, was man sich mit den Händen aufgebaut hat. Sich selbst ein Bein gestellt oder die eigene Arbeit sabotiert. Man kann sich viele passende Phrasen zusammenreimen für das, was da am Freitagabend in der Hohner Werner-Kuhrt-Halle passiert ist. Letztlich lässt es sich folgendermaßen auf den Punkt bringen: Ein kollektiver Blackout führte zu der völlig verdienten 31:37 (15:20)-Niederlage der Handball-Männer der HSG Eider Harde gegen das abgeschlagene Schlusslicht der 3. Liga Nord-Ost, den SC DHfK Leipzig II, der bis dato nur einmal in der Saison gewinnen konnte. In 18 Spielen.

Ein klassischer Freitag-der-13-Moment für die HSG. „Wir ärgern uns total darüber, das war sehr ernüchternd“, fasste Eider-Trainer Matthias Hinrichsen die unerwartete Pleite nach einer Mütze Schlaf zusammen.

Nach dem Sensationssieg gegen Tabellenführer Eintracht Hildesheim folgte nun also nur sieben Tage später der Sensationssieg der Leipziger in Hohn. Wobei Sensation? Für Hinrichsen ist das mindestens ein Regal zu hoch gegriffen. Denn die Gäste traten nicht so auf, wie es ein Schlusslicht üblicherweise tut. Verunsichert, fehlerhaft, zögerlich.

„Nein, dieser DHfK war ein richtig starker Gegner. Hätten sie in dieser Saison immer so gespielt wie bei uns, wären sie niemals Letzter der Tabelle“

, so Hinrichsen, der sich den Horrortrip direkt danach nochmal auf Video reinzog.

„Für mich kamen drei Gründe zusammen, warum wir verloren haben“, sagt der Coach.

Grund 1 erläutert Hinrichsen: „Manchmal reicht schon ein Hauch von Nachlässigkeit – vielleicht nur im Unterbewusstsein – nach dem Motto: Das schaukeln wir schon irgendwie.“

Grund 2 für Hinrichsen: „Uns haben zwei unglaublich wichtige Spieler gefehlt: Mit Jorge Schmidt im Tor und Max Dau als Abwehrgarant fehlt uns natürlich Stabilität.“

Grund 3 hält Hinrichsen für den entscheidenden: „Der Gegner war einfach besser.“

Den Stab bricht der Trainer aber nicht über seine Mannschaft: „Ich bleibe dabei. Der Hunger war da, die Jungs haben das Herz am richtigen Fleck, jeder wollte unbedingt, aber nichts ging. Unterm Strich ist das vielleicht menschlich. Trotzdem müssen wir genau daran arbeiten, stehen dann wieder auf und kommen stärker zurück.“ Am besten schon am nächsten Sonnabend im Heimspiel gegen die Sportfreunde Söhre.

Haack, Engelmann; T. Heckel (4), Kock (1), J. Oettershagen (1), Schneider (1), Mumm, Heinemann (3), Hartwich (4), Abelmann-Brockmann (7/5), Glumm (1), Frahm (3), Bies (5), Hamann (1), Wichmann, Rohwer