Eider Harde verkauft sich teuer | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Björn Carstens

Eider Harde verkauft sich teuer

Mehr als 50 Minuten durfte die HSG Eider Harde am Sonntag an der Sensation schnuppern. Beim hochfavorisierten EHV Aue – seit November ungeschlagen, somit die Mannschaft der Stunde in der 3. Liga Nord-Ost – hielten die weit gereisten Gäste lange Zeit richtig gut mit. Nur wenige Minuten vor Abpfiff leuchtete ein Unentschieden auf der Anzeigetafel. 31:31 nach 52 gespielten Minuten. Die rund 1.200 Fans der Erzgebirgs-Handballer zitterten: Sollte ihre Truppe gegen die Schleswig-Holsteiner wirklich eine immer noch mögliche Meisterschaft verzocken?

Nein, sollte sie nicht. Am Ende setzte sich der Favorit durch. Mit 39:35. „Ein bisschen zu hoch“, wie Eider-Trainer Matthias Hinrichsen findet. Zur Pause lag sein Team mit 20:19 vorne.

„In der ersten Halbzeit hat unser Matchplan sehr gut funktioniert. Wir haben das Maximale herausgeholt“, resümierte Hinrichen, der sich für ein paar neue Spezialvarianten in der 6:0-Abwehr entschied. „Einiges hat geklappt, einiges nicht, aber ich habe Entwicklungsschritte gesehen. Das war voll in Ordnung“, so Hinrichsen. Zudem machte Jonas Haack im Tor seine Sache richtig gut. Haack vertrat den verhinderten Jorge Schmidt, kam am Ende auf starke 16 gehaltene Bälle. Hinrichsen: „Für Jonas freut es mich. Er hat toll gehalten.“

Auch in Durchgang zwei ließen sich die Eider-Handballer zunächst nicht abschütteln. Selbst als die Gastgeber auf 25:22 wegzogen, kämpften sie sich nochmal zurück und gingen ihrerseits mit 28:26 in Führung. Ganz stark präsentierte sich Kreisläufer Thore Heinemann mit elf Toren. Die Sensation lag in der Luft.

Gute zehn unterdurchschnittliche Minuten machten den Gästen allerdings ein besseres Ergebnis zunichte. Hinrichsen: „Wir hatten eine Phase so ungefähr zwischen der 40. und 50. Minute mit zu vielen technischen Fehlern, als sich die Partie wieder drehte. Schade, aber um hier zu gewinnen, muss alles passen. Letztlich kommt der EHV mit einer Mörderwucht um die Ecke.“

Von EHV-Coach Uwe Jungandreas erhielt die HSG ein Lob:

„Eider Harde spielt tollen Handball, hunderte Bauerntricks und ein klares System. Mir war klar, dass dieses Spiel kein Spaziergang wird.“

Haack, Engelmann; T. Heckel (1), Kock (1), J. Oettershagen, Schneider (1), Heinemann (11), Hartwich (1), Abelmann-Brockmann (9/3), Glumm (4), Frahm (3), Bies (4), Hamann, Rohwer, Dau