20 Paraden sichern ersten Heimsieg | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Björn Carstens

20 Paraden sichern ersten Heimsieg

Da ist das Ding! Die Handball-Männer der HSG Eider Harde haben dank einer famosen Leistung für DIE Überraschung des Spieltags in der 3. Liga Nord-Ost gesorgt. Mit einem 38:36 (21:15)-Erfolg schickte die Mannschaft von Trainer Matthias Hinrichsen den favorisierten Tabellenvierten SC Magdeburg II ohne Punkte nach Hause – und feierte den ersten Heimsieg der Saison.

Jubel, Trubel, Heiterkeit allerorten nach Schlusspfiff, auf dem Feld sowie bei den mehr als 400 Fans auf der Tribüne. Einer entpuppte sich an diesem Tag als Endgegner für die Magdeburger. HSG-Keeper Jorge Schmidt fischte 20 Bälle weg – und machte den Gästen das Torewerfen zeitweise so aussichtslos, wie einen Fisch zum Fahrradfahren zu überreden.

Die HSG-Frauen hatten es zuvor vorgemacht: Ihr Last-Second-Sieg gegen den HC Leipzig II war an diesem Doppelspieltag der perfekte Appetithappen für das, was anschließend bei den Männern folgen sollte. Die Magdeburger waren mit voller Kapelle und ihren vier U18-Europameistern angereist (Thielicke, Brigzinsky, Elze, Kretzschmar) sowie ihrem Top-Torjäger Noah Hensen, auch ein U20-Nationalspieler.

„Ich bin mörderstolz auf meine Truppe, dass sie sich nicht beeindrucken lassen hat. Sie glaubt an unseren Weg und hat den Gegner über weite Phasen der Partie dominiert“, schwärmte Hinrichsen von seinem Team. Ab Minute 1 strahlten die Hausherren aus, als Sieger vom Feld gehen zu wollen. Diesmal stimmte auch die Abschlussquote. 21 Tore in einer Halbzeit werfen die Eider-Handballer nicht jeden Tag. Und hinten drin stand bereits erwähnter Schmidt, der seiner Mannschaft die nötige Sicherheit gab.

Nach dem Wechsel blieb die HSG auf dem Gas. Beim 23:15 war der Vorsprung auf acht Tore angewachsen. Hinten parierte Schmidt, Jannis Schneider und Max Dau (zusammen 14 Stoppfouls) hielten die Abwehr zusammen und vorne fanden die Eider-Angreifer immer wieder gute Lösungen. Spektakuläre Kempa-Tore von Hamann auf Frahm und von Ohm-Abelmann auf Jonas, No-Look-Anspiele an den Kreis – den Zuschauern wurde einiges geboten. Hinrichsen: „Die Stimmung war super. Die Fans haben uns geholfen.“

Für Aufsehen sorgte vor allem Paul Jonas, der als Speedy Gonzales auf Halbrechts die Magdeburger Abwehr ordentlich auf Trab hielt und fünf Tore erzielte.

Einhundertprozent zufrieden gab sich Hinrichsen trotz allem nicht: „Mir hat es nicht gefallen, wie wir am Ende in den Verwaltungsmodus geschaltet haben. Und einige Entscheidungen in der Schlussphase waren überhastet“ Kurzzeitig mussten die Fans zittern beim Stand von 37:34, bis Malte Ohm-Abelmann mit seinem finalen Treffer den Deckel auf den Sieg schraubte. „Malte möchte ich ein Extra-Lob aussprechen, er hat super mannschaftsdienlich gespielt.“

In der Tabelle ist die HSG mit 4:10 Punkten auf Platz 14 geklettert. Nächsten Sonntag geht es zum HC Hamburg II. Hinrichsen: „Wir sollten jetzt nicht zufrieden sein. Ich habe einiges gesehen, was wir noch besser machen können.“

Schmidt, Haack; T. Heckel (4), Schneider (6), Ohm-Abelmann (5/2), Frahm (5), Bies (3), Hamann (1), Rohwer, M. Dau (6), P. Dau, Bielfeldt (3), Jonas (5), Schatz, Schmidt